Erwin Schubnells schweres Schreiber-Erbe
Obwohl die Vereinsaktivität immer mehr zunahm, war auf Dauer nicht zu verkennen, dass das musikalische Niveau unter Dirigent Schreiber im musikalischen Vergleich mit den umliegenden Vereinen immer rückständiger wurde. So waren Viele nicht unerleichtert darüber, als 1984 Erwin Schubnell den Taktstock übernahm. Unter seiner Leitung konnte der Verein wiederum neue musikalische Strukturen aufbauen und den Abwärtstrend stoppen, um sich dann erneut in seiner Blasmusik zu steigern.
Unter der sich seit zehn Jahren bewährenden Vereinsführung von Herbert Rotzinger fuhr man 1984 gemeinsam mit der Trachtengruppe Todtnauberg nach Berlin, was nicht nur wegen der damaligen deutschen Teilung ein besonderes Erlebnis für jeden war, der sich mit auf diese Reise begab. Im Jahr darauf besuchte man den Weltwirtschaftsgipfel in Bonn, an dem man in der Landesvertretung des Landes Baden-Württemberg sein kontinuierlich wieder erstarkendes musikalisches Können zu Gehör bringen durfte.
1986 gab Herbert Rotzinger auf eigenen Wunsch die Vereinsführung nach bisher unerreichten und verdienstvollen zwölf Amtsjahren ab. Er war der Meinung, dass es nun wieder frischeren Wind und jüngere Gedanken in der Vorstandschaft brauche, und so wurden Richard Sütterlin zum neuen ersten Vorsitzenden sowie der erst 22-jährige Manfred Brender zu dessen Stellvertreter gewählt.
Im Folgejahr unternahm man den bisher weitesten und längsten Ausflug in der Vereinsgeschichte, welcher die Stadt Logroño, Hauptstadt des nordspanischen Weinanbaugebietes La Rioja, zum Ziel hatte und dessen Erlebnisse bis heute in vielen und oftmals erzählten Geschichten weiterleben. Zudem nahm man in Münsing an einem Wertungsspiel teil, bei dem man in der Mittelstufe den ersten Rang „mit Belobigung“ erreichen konnte, was das Ergebnis klar definierter und harter Probenarbeit war.