Auftritte

Nächster Termin: Do 16.02.2012 (20:11 Uhr):  Hemdglungi
Februar 2012
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Dienstag, den 22.09.1987 - Große Stiergulasch-Party, großes Konzert

Mehr oder weniger ausgeruht, auf jeden Fall pünktlich, startete die Kapelle um 11.30 Uhr wieder in Tracht zur Abfahrt zum Münsterplatz. Wir waren von der Logroño-Zunft eingeladen worden, um die Stiergulasch-Party in Stimmung zu bringen. Es war wieder ein Höhepunkt unserer Reise, auch wenn uns am Abend der große Auftritt noch bevorstand. Ein berühmter Koch bereitete das Gulasch im Auftrag dieser Zunft zu. Die Logroñesen waren wieder eingeladen, kostenlos Wein und Gulasch zu probieren. Draußen standen viele Menschen, drinnen ein Teil der großen Prominenz von Logroño und das Fernsehen, das unsere Gruppe aufnahm, das Radio, das uns für den nächsten Tag zu einem Interview bestellte, die Zeitungsreporter, die jeden Tag von uns berichteten, und alles was in La Rioja Rang und Namen hat. Die Kapelle brachte prächtige Stimmung, zwischendurch konnten wir kostenlos das Essen und den Wein probieren. Draußen sammelte sich wieder eine große Menschenmenge, die unsere Musik mit größter Aufmerksamkeit genoss. Inzwischen konnten einige Mitglieder unserer Gruppe für alle einige Einkäufe tätigen, wie das berühmte Tuch, Sombreros, Postkarten, Briefmarken, usw.. Es blieb uns sehr wenig Zeit zum Einkaufen. Auf jeden Fall steigerte sich die Stimmung, bis die Mitglieder der Logroño-Zunft, die Prominenz und unsere Blasmusik am Ende bei strahlendem Sonnenschein zu „E VIVA ESPANA“ Hand in Hand herumhüpften. Beim Abschied wurde uns wieder bestätigt, dass unsere Blasmusik sehr gut bei der Bevölkerung angekommen war, unsere Bereitschaft aufzuspielen, wurde in hohem Maße anerkannt.

Wieder ins Quartier zurückgekehrt, konnten wir kaum etwas essen. Dann ruhten wir uns aus und um 17.45 Uhr fuhren wir zum Hauptplatz (Plaza del Espolón). Zwei Polizisten hielten uns unweit vom Musikpavillon einen Parkplatz frei. Der Espolón-Platz ist ein großartiger, wunderschön angelegter Platz mitten in der Stadt, mit vielen Bäumen bestückt, in der Mitte eine schöne Fontäne mit einem beeindruckenden Denkmal eines Militärhelden zu Pferd.
Der Musikpavillon passt sehr gut an das eine Ende des Platzes. Die für unser Konzert in der Stadt  vorbereiteten Stühle waren alle besetzt, als wir kamen. Auf der Bühne waren keine Stühle mehr, ein städtischer LKW brachte später genügend Stühle für die Musiker. Als wir pünktlich um 18.30 Uhr  im Stehen zu spielen  anfangen wollten, waren mehr als 1000 Menschen (später können es auch ein paar hundert mehr gewesen sein) anwesend. Das Konzert war vom Festausschuss der Stadt Logroño für die älteren Menschen organisiert worden, bei den Zuschauern gab es aber Menschen aller Altersklassen. Es war ein schönes Gefühl, in diesem Rahmen zu spielen. José präsentierte dem Publikum unsere Kapelle und dann ging’s souverän los. Das Erstaunlichste von allem war die absolute Ruhe unter den Zuschauern, man konnte sogar das Plätschern der Fontäne mithören. Es war ein Konzert mit viel Niveau, der starke Applaus brachte unseren Musikern etwas Erfrischung, denn es war sehr schwül bei ca. 27 °C, unsere Gaumen waren ganz ausgetrocknet. Vor dem zweiten Teil des Konzertes kamen die Stühle an, so dass die Musik im Sitzen weiterspielen konnte. In der Pause haben wir uns in diesem Rahmen mit Hilfe unseres Dolmetschers beim Organisationsausschuss des San-Mateo-Festes  wieder mit einer Trachtenpuppe bedankt. Die Leiterin des Ausschusses, die unsere Anerkennung in Empfang nahm, war eine Stadträtin für Kultur. Unserem Betreuer, Herrn Vicente Menchaca, dankten wir ebenfalls auf diese Weise. Der zweite Teil unseres Konzertes mit dem Glockenspiel und den „Original Holzhackerbuam“ war noch abwechslungsreicher für unsere Zuschauer. Die Musiker haben sich mit viel Bravour auf die Zähne gebissen und das Konzert mit Zugaben zu Ende geführt. Kein Zuschauer ging vorzeitig, alle hörten sich sehr, sehr aufmerksam unsere Musik an. Es war sicherlich für die gesamte Kapelle ein musikalischer Höhepunkt. Die Blasmusik hat sicherlich ein paar Freunde mehr außerhalb unserer Grenzen gewonnen. Danach fuhren wir geschlossen zu einer Gartenwirtschaft in einem kleinen Park, wo sich vor allem die Musiker gut entspannten. Nach dem Essen besuchten wir unsere Stammlokale.