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Nächster Termin: So 27.05.2012 (20:30 Uhr):  Pfingstkonzert
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Donnerstag, den 24.09.1987 - Die Rückreise

Der Tag der Abfahrt war gekommen. Mit etwas Wehmut verließen wir pünktlich um 10.00 Uhr unser Quartier, denn die Fa. Zahoransky/Logroño hatte uns zu einem sehr netten Abschied auf dem Betriebsgelände eingeladen. Herr Dr. R.  Zahoransky zeigte uns den sauberen Betrieb und die Anlagen. Der schon voll beladene Bus musste noch für einige Weinkisten Platz machen, die wir von einer bekannten Bodega durch Dr. R. Zahoransky geschenkt bekamen. Für die Fahrt erhielten wir von Dr. R. Zahoransky noch einige Kisten Obst und er wünschte uns bei einem Gläschen Sekt eine gute Reise. Irgendwie passte dieser nette Abschluss, denn an der gleichen Stelle waren wir von unserem Betreuer Vicente und dessen Frau willkommen geheißen worden. Was dazwischen lag, war in der Tat eine sehr schöne und bewegende Zeit, die man nicht so leicht vergessen wird. Der Bus ließ nicht nur eine Gruppe von Freunden, die zum Abschied zur Fa. Zahoransky gekommen waren, hinter sich, sondern auch eine Stadt, die wir in dieser kurzen Zeit lieb gewonnen hatten und welche sich, wie wir hoffen, ab und zu gut an uns erinnern wird.

Jetzt fuhr der Bus durch Zaragoza, durch die Wüste, und diese Landschaft schien uns schon etwas vertrauter. Gegen 17.00 Uhr kamen wir in Lloret del Mar/Gerona an der Costa Brava an, wo wir eine zweieinhalbstündige Bade- und Esspause hatten. Welch ein Unterschied! Dieses Spanien hatte mit dem Spanien, das wir soeben erlebt hatten, nichts zu tun. Hotel neben Hotel, ein Restaurant nach dem anderen, Souvenirläden und dann der Strand, wo deutsch, französisch, englisch, usw. die übliche Sprache ist. Man schämt sich dort, einen „Vino tinto“ zu bestellen, sofort wird man kaltblütig aufgefordert deutsch zu sprechen. Nein, das Spanien, das wir erlebt hatten, hatte Gott sei Dank mit Lloret del Mar keine Ähnlichkeit.

Gegen Abend fuhren wir mit dem zweiten Busfahrer, welchen wir in Lloret del Mar aufgenommen hatten, in Richtung Heimat (Winfried konnte sich hinten etwas ausruhen), wo wir nach einer langen Nacht glücklich gegen 8.30 Uhr in Todtnauberg ankamen. Es war geschafft. Ein schönes Gefühl. Wir waren nach dieser langen Reise und dieser wunderschönen Woche glücklich zu Hause angekommen. Aber ganz nach Hause wollten wir noch nicht, auch wenn auf manche zu Hause die Frauen und Verwandten warteten. Irgendwie fehlte ein schöner Abschluss, diesen haben wir uns dann selbst optimal geschenkt: Kaum dem Bus entstiegen, hat jeder seinen Sombrero aufgesetzt und sich das rote Halstuch umgebunden und die ganze Kapelle mit einheitlicher Kopfbedeckung, aber in „Touristentracht“, war bereit, mit zünftiger Musik zum Engelwirt zu marschieren. Alfred hatte die Gruppe zu diesem Abschluss eingeladen. Prompt wurde Todtnauberg wach, als wir mit lauten Klängen vom Kurhaus zum Hotel Engel zogen. Es war ein Bild für die Götter, die Kapelle um diese Zeit  und in dieser Tracht marschieren zu sehen. Manche haben sich gewundert, was denn nun in Todtnauberg los sei, dieser Umzug wird sicher in die Geschichte des Dorfes eingehen. Auf jeden Fall wurden wir im „Engel“ willkommen geheißen und dann konnten wir das gute Bier und den Wurstsalat mit Wonne genießen. Es hat uns allen gut geschmeckt und natürlich blieb es nicht bei dem einen Bier. Gegen Mittag löste sich die Gruppe dann offiziell, jeder ging sehr gerne nach Hause, denn es gab viel Schönes zu erzählen.

Hier sollte die Chronik dieser Reise enden, aber die wichtigsten Aspekte dieser Begegnung dürfen hier nicht unerwähnt bleiben. Zunächst ist festzustellen, dass die Harmonie der Trachtenkapelle Todtnauberg e.V. außerordentlich gut ist. Gerade diese Tage konnten zeigen, wie gut hier die Beziehungen zwischen jung und alt sind. Die Disziplin aller Kapellenmitglieder ist genau so groß, wie die Bereitschaft zu spielen. Nur auf dieser Basis kann eine so große Gruppe eine solche Reise reibungslos und in Eintracht durchführen. Als zweites möchte der Chronist erwähnen, dass die Trachtenkapelle Todtnauberg e.V. einen kleinen Pionier-Beitrag in Sachen Blasmusik geleistet hat. Die Musik, die der Bevölkerung von La Rioja geboten wurde, ist mit Klasse, Würde und Charme präsentiert worden. Viele Menschen werden sich dort bestimmt Gedanken darüber machen und diese Art von Musik lange Zeit in guter Erinnerung behalten. Auch von den höchsten Stellen wurde uns gerne bestätigt, dass unsere Musik sehr gut ankam. Zuletzt muss man hier auch noch feststellen, dass der Schwarzwald und das Todtnauer Ferienland in La Rioja bestens vertreten wurden. Die Medien haben tagtäglich in positivem Sinne über uns berichtet und man ist sicher  auf unseren Herkunftsort neugierig geworden. Es war ein durch und durch gelungenes Unternehmen, eine gute Gelegenheit, wenn auch in bescheidenem Rahmen, die Beziehungen zwischen zwei verschiedenen und voneinander weit entfernten Regionen Europas zu fördern. Wir haben La Rioja, bzw. die Riojaner sehr lieb gewonnen und hoffen, dass es den Menschen, denen wir dort begegneten, mit uns ebenso geht.